Flammeninferno nach Lkw Vollbrand

Kurz nach 22 Uhr gingen am Donnerstagnacht (27.06.2019) zahlreiche Notrufe über einen Lkw Brand auf der A2 Richtung Graz im Bereich Knoten Seebenstein in der Bezirksalarmzentrale Neunkirchen ein.

War Anfangs noch von einem rauchenden Lkw die Rede, meldeten die nachfolgenden Anrufer bereits einen Lkw Vollbrand. Bei der Anfahrt der örtlich zuständigen Feuerwehr Pitten war die schwarze Rauchsäule sowie der Feuerschein bereits von weiten sichtbar. Aufgrund der enormen Brandlast wurde umgehend die FF Neunkirchen Stadt zur Unterstützung nachalarmiert.

Beim Eintreffen am Einsatzort stand ein Lkw Hängerzug bereits im kompletten vorderen Bereich in Vollbrand. Aufgrund der extremen Hitze griffen die Flammen bereits auf die angrenzende Böschung sowie Bäume über. Der Hänger begann ebenfalls bereits zu brennen. Immer wieder kam es zu kleineren Explosionen der Ladung. Unter Einsatz von mehreren Rohren wurde ein umfassender Löschangriff unter schweren Atemschutz gestartet.

 

Der Einsatzleiter wurde vom slowakischen Lenker, welcher sich noch vor Eintreffen der Feuerwehren in Sicherheit bringen konnte, darüber informiert, dass das Schwerfahrzeug mit Autobatterien und Bauteilen für die Fahrzeugindustrie beladen ist. Aufgrund der zahlreichen brennenden Magnesiumteilen wurde mit Schaum und Pulver gelöscht. Der Brand konnte aufgrund des schnellen und gezielten Einsatzes rasch gelöscht werden. Um genügend Löschwasser vor Ort zu haben, wurde ein Tankwagen Pendelverkehr eingerichtet.

 

Nachdem der Brand gelöscht war, konnte mit den umfangreichen und langwierigen Aufräum und Bergungsarbeiten begonnen werden. Für die Bergung des ausgebrannten Lkw wurde die Firma Mensik angefordert. Für die Beseitigung des Brandgutes wurde das Unimogfahrzeug der FF Neunkirchen Stadt auf die Autobahn geholt, um mittels Kran und Greifer das Brandgut in eine Mulde zu verladen, und einer speziellen Entsorgung in einem Fachbetrieb zuzuführen. Weiters war die Bezirksverwaltungsbehörde vor Ort, um Maßnahmen am kontaminierten Erdreich zu setzen. Gefahr für die Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt.

 

Mit einem schweren Kranfahrzeug wurde der ausgebrannte Lkw von der Firma Mensik verladen und von der Autobahn verbracht. Weiters musste die Einsatzstelle mit einer Hochdruckkehrmaschine im Auftrag der ASFINAG gesäubert werden. Während der Bergungs und Aufräumarbeiten war die A2 einspurig Richtung Graz passierbar. Während der Löscharbeiten wurde die A2 Richtung Graz für rund eine Stunde komplett gesperrt. Eine Ableitung über Seebenstein wurde eingerichtet. Der umfangreiche und aufwändige Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden an. Die Brandursache ist unbekannt. Verletzt wurde niemand.

Bildergalerie