veröffentlicht von manuel.ungersböck am 26. Feb 2012 - 19:00
Am 26.02.2012 wurden wir gegen 20:10 Uhr zu einer Fahrzeugbergung auf die S6 in Fartrichtung Semmering alarmiert.
Standartmäßig rückten wir mit einem Kommandofahrzeug (KDO 2), dem schweren Rüstfahrzeug (SRF) und einem Tanklöschfahrzeug (Tank 3) zum Einsatzort aus.
Aus unbekannter Ursache war ein PKW von der nassen Fahrbahn abgekommen und gegen die Leitschiene gefahren.
Anschließend kam er beschädigt am Pannenstreifen zum Stillstand. Die Lenkerin blieb dabei unverletzt.
Gemeinsam mit der Autobahnpolizei sicherten wir die Unfallstelle ab und begannen den PKW mittels Kran vom SRF zu bergen.
Plötzlich wurde unsere Arbeit von einem lauten Quietschen und Krachen unterbrochen.
Ein PKW war unerwartet vor der Unfallstelle stehen geblieben. Ein nachfolgender Lenker erkannte dies zu spät und krachte in das stehende Auto.
Anschließend veriss der Lenker seinen PKW, prallte gegen die Leitschiene und in weiterer Folge gegen das Heck unseres Tanklöschfahrzeuges.
Der Fahrer erlitt dabei Verletzungen unbestimmten Grades. Er wurde von uns aus dem Fahrzeug befreit und bis zum Eintreffen des Roten Kreuzes erstversorgt und betreut.
Zwischenzeitlich wurde der ursprüngliche erste PKW vom SRF geborgen und von der Autobahn verbracht.
Anschließend kehrte das SRF zurück und zog mit der Seilwinde den PKW unter dem LKW hervor.
Das schwer beschädigte Auto wurde mit dem Kran vom WLFA geborgen und ins Feuerwehrhaus gebracht.
Der dritte PKW wurde mit dem Kran vom SRF geborgen und ebenfalls von der Autobahn verbracht.
Unser Tank 3 konnte die Fahrt selbstständig fortsetzen.
Außerdem wurde die Fahrbahn von unzähligen Splittern, Fahrzeugtrümmern und Betriebsmitteln gereinigt.
Unser Tanklöschfahrzeug wird aus Gründen des Selbstschutzes immer vor Unfallstellen platziert.
Wäre dies aus irgendeinem Grund diesmal nicht der Fall gewesen, hätte der PKW-Lenker sein Fahrzeug wahrscheinlich nicht rechtzeitig abgebremen können und wäre in unsere arbeitende Mannschaft geprallt.
Dabei hätte er sicherlich viele unserer Männer verletzt oder sogar getötet.
Gegen 22:00 Uhr konnten wir wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.
eingesetzt: KDO 2, SRF, Tank 3, WLFA, 13 Mann
anwesend: Autobahnpolizei, Rotes Kreuz, Einsatzdoku
Fotos: Einsatzdoku